Es ist schon ein Jahr!!

Hallo ihr Lieben!

Da ich schon zu hören bekommen musste, dass es sehr schade ist, dass ich einfach aufgehört habe meinen Blog zu schreiben, gibt es zum heutigen einjährigen Jubiläum meines Abflugs noch eine Serie von Einträgen über meine letzten 3 Monate in Kanada.

Beginnen will ich, dort wo ich aufgehört habe: am 5. Mai: Nachdem ich nicht einmal 24 Stunden in Kelowna verbracht hatte, saß ich mal wieder in einem Greyhound Bus auf dem Weg nach Kamloops. Dort holte mich Christian, ein Augsburger mit dem ich in Whistler zusammengearbeitet hatte, ab. Er hatte sich für einen 4-wöchigen Roadtrip die Westküste Kanadas und der USA hinunter und wieder hinauf einen alten Van gekauft.IMG-20160505-WA0007

Zufälligerweise war er gerade rechtzeitig zu Kathis Geburtstag wieder nach Whistler gekommen und dort hatten wir dann beschlossen gemeinsam durch die Rocky Mountains zu fahren, was wir am nächsten Tag in Angriff nehmen wollten. Doch zuerst übernachtete ich in einem windigen Motel und Christian in seinem Auto in Kamploos. Am nächsten Tag spazierten wir ein bisschen durch die Stadt auf der Suche nach etwas zu frühstücken, doch fast wie zu erwarten war, endete unsere Suche dann bei Tim Hortons am Rande des Highways.

Zur Information: Tim Hortons, war ein sehr erfolgreicher Eishockeyspieler, der nach seiner Karriere eine Café-Kette gründete und sie nach sich selbst benannte. Tim Hortons gibt es eigentlich nur in Kanada und typisch dafür sind SEHR süße Donuts bzw. die Löcher der Donuts, die Timbits genannt werden und ein „Double double“ ein Filterkaffee mit doppelt Kaffeesahne und doppelt Zucker. (Das zeugt von der „Qualität“ des Kaffees. ;))

Ich mag Tim Hortons leider zu sehr, denn man geht da schneller auseinander, als man zusehen kann… DSCN4222

Naja danach jedenfalls ging es los in Richtung Banff. Ich war mit meiner Gastfamilie ja bereits im Herbst durch die Rockies gefahren, doch dieses Mal war es sogar noch schöner, denn ich konnte die Landschaft vom Beifahrersitz aus richtig in mich aufsaugen. Weil wir die nordamerikanischen Distanzen schon beide gewohnt waren, machten wir auf der 6 Stunden langen Fahrt eigentlich nur einmal Halt, um gezwungenermaßen zu tanken und uns bei der Gelegenheit noch einen See anzusehen.DSCN4212

Natürlich schauten wir uns auch noch einmal Lake Louise an, denn dieser so wunderschöne hellblau schimmernde See ist ein Muss auf der Fahrt durch das Gebirge.DSCN4229 DSCN4228

Am frühen Abend checkten wir im Hostel in Banff an, aßen, stellten eine Waschmaschine an und teilten uns noch ein gemütliches 6-Pack mit einem anderen Augsburger, den wir dort im Hostel kennen gelernt hatten und zufälligerweise mit einem dritten Augsburger, der auch in Whistler mit Chris und mir gearbeitet hatte in eine Klasse gegangen war und so hatten die Jungs viel über die Heimat, Van Roadtrips und Snowboards zu reden und ich hörte brav zu, denn ich war irgendwie todmüde nach den Erlebnissen der letzten Tage.

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Am nächsten Morgen ging es für uns dann weiter nach Calgary. Da die Fahrt aber nur noch circa 3 Stunden dauerte, beschlossen wir in eines der Outlets außerhalb der Stadt zu fahren und verbrachten dort dann auch den ganzen restlichen Tag. Chris kaufte ungefähr dreimal so viele Dinge ein wie ich, doch es kaum teurer, als meine Einkäufe – da sieht man mal wieder wie die Modeindustrie uns Frauen ausnimmt. ^^

Abends ging es nach Calgary ins Hostel, wo wir Katy, eine Deutsche, die ich in SilverStar kennen gelernt hatte wieder trafen und gingen dann mit ihr und einer Au Pair Freundin von ihr zum Abendessen ins „Wurst“, einem deutschen Restaurant, wo wir uns das tolle Essen und Bier so richtig schmecken ließen.

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Weitere Geschichten aus Calgary gibt’s ganz bald! 🙂

Eure Anna

Back @ home?

Es war ein so vollkommen unwirkliches Gefühl, nach 2 Monaten vollkommenen Kontrastprogramm, wieder in die Stadt zurück zu kehren und alles gewohnte neu und erblüht zu erleben. Kelwona ist wirklich eine völlig andere Stadt im Sommer, denn zur kalten Jahreszeit hängen fast immer dicke, graue Wolken über dem Tal und viele Menschen verlassen die deprimierende Stadt. Im Frühling und Sommer dagegen blühen die unzähligen Obstplantagen und Weinberge um die Wette und so konnte ich gar nicht genug von dem strahlend blauen Himmel bekommen, der mich am nächsten Tag nach meiner Ankunft begrüßte. 🙂

Übernachtet hatte ich bei einer Nanny aus Kelwona, die ich bereits im September bei einem AuPair Treffen kennengelernt hatte. Da sie ihre eigene Wohnung besitzt, nimmt sie oft Coachsurfer bei sich auf und ich genoss die Gastfreundschaft und das kostenlose Bett sehr. Bevor sie zu ihrer Arbeit fuhr, setzte sie mich netterweise bei der Mall ab und ich verbrachte den Vormittag mit shoppen und ein letztes Mal Wiebke zu sehen. Lustigerweise hatten wir genauso wie beim allerersten Mal als wir uns trafen einen Cinnamon Bun in der Mall. ?

Cinnamon Buns in der Mall
Cinnamon Buns in der Mall
Neue Schuhe gekauft - alte gleich in den Müll ?
Neue Schuhe gekauft – alte in den Müll ?

Bevor es für mich an diesem Abend noch weiter ging, fuhr ich ein allerletztes Mal zum Haus meiner Gastfamilie. Als ich nach Whistler aufbrach hatte ich nämlich meinen Koffer bei ihnen gelassen. Eigentlich war geplant, dass ich diesen nur aus dem Garten hole und dann wieder gehe, da aber die Hündin Pixie mich wieder erkannte und wie immer vor Freude und Aufregung bellte und pinkelte, musste ich wohl oder übel ein wenig mit ihr im Garten spielen. Von dem Radau wurde dann auch mein Gastvater aus dem Haus gelockt und wir redeten ein bisschen über all die Veränderungen in den letzten Wochen. Nicht nur war ein neues Schulhalbjahr für die Kids angebrochen, sondern es gab auch neue Sportarten und Freizeitbeschäftigungen. Außerdem hatten sich meine Gasteltern endlich auf einen neuen Bodenbelag einigen können (das Thema wurde schon besprochen BEVOR ich dort ankam ^^)! Der neue Boden war zwar noch nicht gelegt, doch der alte war herausgerissen und die Wände wurden frisch gestrichen. All diese Veränderungen und das tolle Wetter, ließen das Haus regelrecht strahlen. Mir machte das aber umso mehr klar, dass es nicht mehr mein Heim und Zuhause ist und das Abenteuer AuPair wirklich vorbei ist. ?
Warum ich das nicht früher realisiert habe? Keine Ahnung, vielleicht hatte ich einfach zu viel zu tun und erleben in Whistler, dass ich mir das nicht richtig klar gemacht hatte. So konnte ich mich aber erstmal für immer mit einem guten Gefühl und unglaublichen Erinnerungen von meinem Hostdad und Pixie verabschieden und mit meinem Koffer zurück zu dem Apartment laufen in dem meine restlichen Dinge warteten.

Pixie beim Spielen im Garten
Pixie beim Spielen im Garten

Von dort wurde ich anschließend von einem Taxi abgeholt und zur Greyhoundstation gefahren. Mit dem Bus ging es dann nach Kamloops, einer Stadt etwa 2 Stunden nördlich von Kelowna, wo ich bereits erwartet wurde. 😉

 

 

Was ich dort für Abenteuer erlebte, erfahrt ihr bald, denn jetzt will ich hier auf der Centaur Farm in Quebec erstmal eine Runde reiten gehen. Also bis bald!

 

 

Eure Anna

Byebye Whistler – Hello World!

Der 30. April war ein trauriger und glücklicher Tag gleichzeitig für mich, denn ich musste mich einerseits von Whistler und meinen letzten Freunden dort verabschieden, war aber auch froh aus dieser „Whistler-Welt“ ausbrechen zu können und mehr von Kanada und der Welt zu sehen. Meine nächste Station hieß Vancouver.

Kaum war ich dort in meinem Hostelzimmer angekommen, musste ich auch schon wieder in die Bar im Erdgeschoss, denn dort fand der Geburstag einer Freundin aus Whistler statt. Es war ein sehr lustiger Abend, doch viel Schlaf hatte ich nicht, weil ich am nächsten Morgen meine Freundinnen aus Kelowna wiedertraf, die für den Halbmarathon am 1. Mai nach „Van“ gekommen waren.

Vor den beiden muss wirklich meinen Hut ziehen, denn sie haben sich in nur 3 Monaten von gemütlichen 5km-Läufen mit mir so gesteigert, dass sie das 21km-Rennen in nur knapp 2 Stunden liefen! Nachdem die beiden ihre Teilnehmermedallien abgeholt hatten ließen wir den Tag gemütlich angehen, waren etwas essen und redeten viel über ihr Leben in Kelowna, während meiner Zeit in Whistler und ihre bevorstehende Rückkehr nach Deutschland. Die Vorstellung nach Hause zurück zu kehren und in „das alte Leben“ zurück zu kehren ist schwer, nach all den neuen, aufregenden Erlebnissen, dem Leben in einer fremden Familie und all den anderen Höhen und Tiefen, die wir großteils zusammen durchlebt haben. Weil die beiden jetzt schon wieder daheim sind und das Alte sehr positiv und neu erlebt haben, freue ich mich jetzt auch auf zu Hause und dort viel laufen zu gehen, denn ich bin super motiviert, seitdem ich den beiden auf ihren letzten Halmaratonmetern zu gejubelt habe.

Meine Mädels nach dem Halbmarathon
Meine Mädels nach dem Halbmarathon

Nachdem wir uns wiedereinmal verabschiedet hatten, kehrte ich am Nachmittag ich zur Geburtstagsgesellschaft zurück, die schon einen BBQ am Strand und ein Mittags-/Katerschläfchen genossen hatten. Bis nachdem die Sonne atemberaubend schön hinter dem Horizont verschwunden war, saßen, redeten und dösten wir am Strand und genossen das heiße Frühlingswetter.

Sonnenuntergang!
Sonnenuntergang!
Am Strand mitten in der Stadt
Am Strand mitten in der Stadt
Noch mehr Sonnenuntergang :)
Noch mehr Sonnenuntergang 🙂

Da wir praktischerweise alle im selben Hostel wohnten, gingen wir anschließend noch gemeinsam zum Abendessen.

 

Auch den nächsten Tag verbrachten wir gemeinsam mit einer Wanderung im Lighthouse Park. Dieser Park ist etwas außerhalb der Stadt und verdankt seinen Namen einem alten Leuchtturm. Neben einem tollen Mischwald und unglaublichen Blicken auf die Stadt und die umliegenden Berge und das Meer hatten wir dort sogar das Glück einen Weißkopfseeadler beim fischen beobachten zu können.

Blick auf Vancouver aus dem Lighthouse Park
Blick auf Vancouver aus dem Lighthouse Park
Weißkopfseeadler
Weißkopfseeadler

 

Bevor ich am nächsten Tag abreiste, schaute ich mir noch Downtown Vancouver, den Stanley Park, die Sea Front Wall und den Canada Place an. Glücklicherweise hatte ich einen anderen Deutschen, der auch auf der Party war dabei. Er hatte bereits einige Wochen in Vancouver gelebt und so hatte ich meinen persönlichen, deutschsprachigen Fremdenführer UND gute Unterhaltung.

Im Stanley Park, DEM Stadtpark schlechthin
Im Stanley Park, DEM Stadtpark schlechthin
Blick auf das die Berge und das Meer vor Vancouver vom Stanley Park aus
Blick auf das die Berge und das Meer vor Vancouver vom Stanley Park aus
Van's Hafen ist voller Luxusjachten der superreichen Asiaten hier
@ Seafront Wall
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45% der Bevölkerung Vancouvers ist asiatischer Abstammung; viele dieser Jachten und Segelboote gehören den superreichen darunter!

 

Nach dem Mittagessen ging es dann per Rideshare weiter nach ***Trommelwirkel*** KELWONA! 😉

 

Alles, was ich dort erlebt habe erfahrt ihr morgen, also bis dann!

Eure Anna