Hawaii #3 Das Surferparadies

Der letzte Novembertag des Jahres, also der 2. Morgen auf Hawaii begann für mich wieder mit einem tollen Sonnenaufgang und einer Nachricht, die mich besonders jetzt in der tristen, dunklen Weihnachtszeit zum Lächeln bringt und über die ich mich wirklich sehr gefreut habe.

Auch wenn das jetzt eigentlich nichts mit meinem Hawaiiurlaub zu tun hat, will ich euch kurz erzählen, was diese Nachricht bedeutet. Mein Vater teilte mir darin mit, dass er ab Mitte Mai für drei Wochen Urlaub lang bekommen hat und mich mit meiner Mutter und meinem Bruder in Montréal besuchen kommt. Wir vier werden ein Wohnmobil mieten und nach Halifax, die Hauptstadt der Provinz Nova Scotia, an der Ostküste Kanadas fahren. Obwohl ich schon seit 105 Tagen hier in Kanada bin, freue ich mich so sehr auf diese 14 Tage mit meiner Familie und obwohl ich fast darauf wetten würde, dass wir irgendwann eine Diskussion über irgendetwas völlig Unnötiges haben werden, freue ich mich darauf. ;) Es ist wahrscheinlich ein ungeschriebenes Naturgesetz, dass Kinder von ihren Eltern genervt sind und sich mit ihren Geschwistern streiten, aber auch die besten Erinnerungen ihres Lebens mit ihnen teilen. Ich glaube man merkt mir meine Aufregung und Vorfreude an und auch, dass ich mein altes Leben, meine Freunde, Familie und Katzen sehr vermisse, obwohl ich mir das nie gedacht hätte und immer aus meinem Leben ausbrechen wollte! Gerade jetzt, wo ihr ein neues gewohntes Leben aufgebaut habe, freue ich mich wieder „wie ein Schnitzel“ auf neue Abenteuer. Meine Pläne dafür sehen folgendermaßen aus: Ich werde bis Ende März in Kelowna bleiben und dann für 6 Wochen quer durch das Land reisen, wohin genau weiß ich noch nicht, aber das werdet ihr ja noch erfahren. ;) Am 13. Mai muss ich dann in Montréal die Schlüssel für eine AirBNB Wohnung abholen, die meine Mutter für eine Nacht gemietet hat und dann meine Familie vom Flughafen abholen, damit wir am nächsten Tag unser Wohnmobil beziehen und einen 2-wöchigen Roadtrip starten können. Am 27. Mai muss dann mein Bruder wieder in Montréal in Flugzeug nach Hause sitzen, da er leider wegen der Oberstufe keinen Unterricht verpassen darf. Meine Eltern besuchen anschließend noch einen alten Freund meiner Mutter in BC und ich bleibe in Montréal und suche mir einen Job für 2-3 Monate, damit ich mir noch Toronto, Quebec City, die Niagarafälle und andere Touri-Ziele im Osten Kanadas ansehen kann. Abschließend würde ich dann, wenn es klappt, gerne noch ein paar Tage in New York verbringen und von dort aus nach Hause fliegen um eine WG zu beziehen und das Abenteuer Studium zu beginnen. :)

Wie ihr seht erhöht das Reisen immer das Reisefieber in mir, aber ich glaube das geht vielen so. 😉 Jetzt aber wieder zurück zu meiner HAWAII-Reise!

 

Der zweite Tag nach meiner Ankunft war relativ vielfältig, denn wir sahen zwei verschiedene Strände und waren zum Abendessen aus. Der erste Strand war nicht sehr besonders, wir haben im Sand gespielt, ich bin eine Weile lang geschwommen, meine Gasteltern waren etwas schnorcheln aber als es Zeit für’s Mittagessen war, hat keiner geklagt und wir sind wieder „nach Hause“.

Tempel
Tempel der Einheimischen auf dem Weg zu Strand 1

Strand 1

Am Nachmittag waren wir an einem Strand zu dem man von unserer Anlage aus hin GEHEN konnte! ^^ Dass ich es so toll finde, dass man GEHEN konnte, liegt daran, dass man auf der Insel ohne Auto wirklich nicht weit kommt. Es gibt zwar Busstationen, die sehr nett mit einer Vielfalt verschiedenster, alter Stühle und Sofas ausgestattet sind, aber ich habe in der ganzen Woche keinen einzigen Bus oder Menschen an den Haltestellen gesehen… Außerdem führen fast alle Straßen der Inseln an der Küste entlang, da die Mitte der Insel aus unberührtem Regenwald besteht, den man nur bewundern kann, wenn man einen Helikopterflug zu den zahlreichen Wasserfällen im Inland bucht. Dort kann man beispielsweise den Manawaiopuna Fall sehen, der in Jurassic Park vorkommt. Auf dieser Karte seht ihr die Insel mit ihren Flüssen und Städten:

Die grauen Linien sind Flüsse und die Straßen führen an den Städten entlang.
Die grauen Linien sind Flüsse und die Straßen führen an den Städten entlang.

Unser Apartment war übrigens zwischen Koloa und Poipu und der Flughafen ist in Lihue. Vom Flughafen nach Poipu braucht man circa eine halbe bis dreiviertel Stunde mit dem Auto – damit euch die Entfernungen besser vorstellen könnt.

Zwei weitere Tatsachen machen den zweiten Strand außerdem besonders: Zum einen endet der Strand an einem großen Stein, der in dem Hollywoodfilm „Sechs Tage, sieben Nächte“ mit Harrison Ford eine wichtige Rolle spielt und zum anderen ist er ein bekannter Surferstrand. Weil der Wind vom Meer an dem Tag sehr stark war und man an den meisten Stränden in der Nähe nicht baden durfte, haben wir also die Möglichkeit genutzt und an besagtem Strand die Surfer und Body-Border beobachtet, die wie von selbst über die hohen Wellen gesprungen sind und das wilde Meer zu bändigen schienen. Wer ein paar Videoclips davor sehen will, kann sich gerne bei mir persönlich melden. 🙂

Nachdem ich mit den Kids ein paar Mal über die am Ufer brechenden Wellen gesprungen bin und meine Gasteltern von einem Spaziergang auf „den Stein“ wieder gekommen waren, haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht, um zu duschen und uns für das Abendessen fertig zu machen. Das haben wir nämlich während des Sonnenuntergangs in Lihue bei Duke’s, dem wohl meist empfohlenen Restaurant der Insel genossen. Weil ich keinen Fisch mag und auch nicht von der Kinderkarte essen wollte, habe ich mich an die Salatbar gehalten, die sehr lecker und sättigend war. Allerdings war dieses Essen das teuerste des Urlaubs für mich, weil der Salat, wie ich ja bereist erzählt habe eingeschifft werden muss und dementsprechend nicht sonderlich günstig zu haben ist.

Nach einem kurzen Spaziergang durch Lihue, war der Tag quasi zu Ende und meine Kleine ist auf dem Rückweg nach Koloa sogar eingeschlafen, weil ein so voller Tag nicht nur für mich etwas sehr aufregendes und anstrengendes ist. 🙂

 

Bis zum nächsten Mal!

 

 

Eure Anna

 

 

P.S. In dem 1. Eintrag zu Hawaii gibt es jetzt neue Bilder! 🙂

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Anna Langschwert

Hallo! Ich bin ein abenteuerlustiges und vielleicht ein bisschen verrücktes 19-jähriges Mädchen und lebe im Moment in Kanada, um dieses wunderschöne Land zu bereisen und zu überlegen, was ich ab 2016 studieren will. Ich freue mich, wenn du mich auf meinen Abenteuern begleitest. Alles Liebe Anna :)

2 Gedanken zu „Hawaii #3 Das Surferparadies“

  1. Liebe Anna,
    ich wünsche dir aus weiter Ferne ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und ein glückliches, abenteuerreiches und gesundes 2016. Herzliche Grüße auch von Sabine, Charlotte und Max. Wir denken alle oft an dich und freuen uns schon, wenn du mal wieder in nächster Nähe bist. Bis dahin verfolgen wir deinen interessanten Blog. Mach weiter so und lass es dir gut gehen…
    Charly

    1. Lieber Charly,

      vielen Dank für deine netten Worte! Ich denke auch immer wieder an euch und freue mich euch wieder zu sehen! Ich bin mir sicher ihr feiert ein wunderbares Weihnachtsfest und könnt die Feiertage in aller Ruhe genießen!
      Es freut mich sehr, dass euch mein Blog so gut gefällt!!

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