What’s going on?

Es gibt Neuigkeiten aus Whistler! 😉

Das Wichtigste zu erst: Weil ich immer noch genauso verliebt in das Leben hier bin, wie am ersten Tag, habe ich mich entschieden noch einen Monat länger zu bleiben bevor es im Mai nach Montreal zu meiner Familie geht. Juhuu! 🙂 Außerdem habe ich meinen ersten Job beim Frühstücksbuffet eines Hotels gekündigt und arbeite jetzt im Rendezvous, einem Restaurant auf dem Blackcomb Mountain.

Es war wirklich schwierig für mich zu kündigen, denn ich hatte erst 7 Tage in dem Hotel gearbeitet, bereits viele nette Menschen kennen gelernt, ein besseres Stundengehalt, die Nachmittage frei und sehr viel Spaß bei der Arbeit. Mein neuer Job aber, bringt mir insgesamt mehr Geld (weil ich auch mehr Stunden arbeite), viele Discounts im Dorf, ein Haufen neuer, netter Kollegen und als stechendes Argument einen KOSTENLOSEN SAISONPASS! 😀

Angestellt bin ich als „Cashier/Busser“, das heißt ich bin entweder an der Kasse oder sammle dreckiges Geschirr ein und bringe es in die Waschküche. Die Arbeit ist vor allem in der Mittagshektik sehr stressig und kann wirklich ekelig und anstrengend sein, sie ist aber auch sehr einfach und es ist immer richtig lustig mit den Kollegen und in der Mittagspause.
Durch den Job habe ich außerdem ein Bett in den Staff Unterkünften bekommen, weil das Zimmer, in dem ich im Moment lebe, ab nächsten Monat an ein Pärchen vermietet wird, da meine Zimmerpartnerin Whistler nach mittlerweile 2,5 Jahren verlässt.
Morgen ist meine erste Woche im neuen Job auch schon vorbei und ich freue mich auf drei Tage ausschlafen und den ganzen Tag Schifahren, denn wenn ich arbeite kann ich immer nur eine Abfahrt am Ende des Tages machen, da die Lifte schon geschlossen sind, wenn alles erledigt ist. Trotzdem ist es super, dass ich jeden Tag Schi fahren kann! 😉

 

Das war’s jetzt erst mal zu meinem neuen Alltag. Das nächste Mal erfahrt ihr, was ich hier schon alles erlebt habe! 🙂

 

 

Bis dann und danke für’s Lesen und Kommentieren.

Eure Anna

 

#hipstercity

Nach zwei Tagen in Whistler mag ich euch jetzt einmal von meinem ersten Eindruck hier erzählen:

  1. das Leben hier ist SEHR teuer
  2. es gibt viele SEHR reiche Menschen
  3. der Ort ist ausgelegt auf den Tourismus
  4. es gibt viele deutsche oder deutschsprachige Touristen
  5. es gibt viele junge Menschen
  6. die meisten Männer tragen einen Vollbart oder Schnauzer und wem nicht wirklich ein Bart wächst, der hat mindestens schulterlange Haare und einen „Man-Bun“

Kurz gesagt: Whistler ist zum einen ein Nobel-Skiort und zum anderen eine #hipstercity. 😉

Für alle, die nicht wissen, was ein Hipster ist, gibt es hier einen Link. Auch alle anderen können da gerne mal reinsehen, es gibt sogar Hipster-Witze. ^^

 

Auch wenn ich mich jetzt ein bisschen über Hipster lustig gemacht habe, muss ich doch auch zugeben, dass ich es total genieße von vielen jungen Menschen umgeben zu sein. Noch habe ich zwar noch niemanden außer meine 4 WG-Mädels und Arbeitskollegen kennengelernt, aber das wird noch. 🙂
Apropos Arbeit! Heute hatte ich meinen ersten Arbeitstag als Aushilfe bei dem Frühstücksbuffet eines Hotels. Ich fülle eigentlich nur alles auf, was leer geht und helfe danach beim sauber machen und für den nächsten Tag vorbereiten. Leider muss ich dafür sehr früh aufstehen, aber ich bekomme nach Schluss des Buffets selbst Frühstück und meine Kollegen sind sehr nett und entspannt. 🙂 Trotzdem ist der Job natürlich nicht der spannendste und ich freue mich auf Montag, denn da habe ich ein Vorstellungsgespräch für einen Job in einem Selbstbedienungsrestaurant neben der Piste. Wenn ich den Job bekomme, wird mir auch ein Skipass gestellt, was super cool wäre, denn ein normaler Tagepass kostet 118$!!! Jedes mal, wenn ich den Preis sehe, denke ich mir: „That’s WAAAAYY out of my league!“ ^^

Genau das gleiche denke ich mir auch immer, wenn ich an den ganzen riesen Hotels und Villen vorbei fahre, die mehrere Millionen Dollar wert sind und wahrscheinlich nur durch die Tatsache, dass hier 2010 die olympischen Spiele stattfanden, preislich gerechtfertigt werden können. Selbst unsere kleine Wohnung, die aus Wohnküche, zwei kleinen Zimmern mit Bad und einem Zimmer unter der Dachschräge besteht, kostet im Monat 2700$! Bei den relativ niedrigen Gehältern hier, ist das nur unter uns 5 Bewohnerinnen aufgeteilt bezahlbar… Ich bekomme zum Beispiel 13$/Stunde brutto, womit ich mir bei 4-5 Stunden arbeiten für 5 Tage die Woche gerade so mein geteiltes Zimmer und Essen für den Monat leisten könnte, aber nicht den Bus-Pass (65$/Monat), geschweige denn das Schifahren!

Olympia 2010 ein riesen Erfolg der deutschen Ski Damen!
Olympia 2010 ein riesen Erfolg für die deutschen Ski-Damen!

Abgesehen von dem teuren Leben und dem verregneten Wetter hier, genieße ich es aber total nur für mich selbst verantwortlich zu sein, zum ersten Mal in meinem Leben wirklich einfach zu machen, was ich will, die Stadt, die Menschen, die Atmosphäre, mein Zimmer, meine Mitbewohnerinnen – einfach alles! Ich freue mich schon auf den kommenden Monat und bin SO gespannt auf das Schifahren! Mein Drang auf die Piste zu kommen, wird wahrscheinlich nie gestillt werden. 😉 (Da werden sich meine Freundinnen sich jetzt wieder denken „Oh man die Anna mit ihrem Skifahren, irgendwann tut sie sich noch was!“ und ihre Augen verdrehen, haha. ^^)

 

Ja, genau, so, also, ok, jetzt aber mal Schluss – mir geht’s gut und ich werde bald mehr berichten! 😉

 

 

Bis bald und alles Liebe deine

Anna

Plötzlich Whistler!

Ich sitze im Bus von Vancouver nach Whistler. Wie konnte das so schnell passieren?

Vor einem Monat noch habe ich von meinem Alltag als Au Pair geschrieben und habe gestern noch – bis auf die Tatsache, dass ich alle meine Sachen eingepackt habe – meine alltägliche Arbeit erledigt, mit den Kids gespielt und die Küche aufgeräumt. Ich weiß, dass meine Gastkinder jetzt schon im Bett liegen, meine Gastmama wahrscheinlich lesend auf dem Sofa sitzt und mein Gastvater Langlaufen ist. Als ich heute Mittag mit meinen beiden Au Pair Freundinnen an der Greyhoundstation in Kelowna stand, meiner Gastfamilie auf Wiedersehen gesagt hatte und während meiner ersten Busfahrt von Kelowna nach Vancouver, habe ich nicht realisiert, dass meine Zeit in Kelowna JETZT vorbei ist.

Bis gerade eben, als ich aus dem wunderschön nächtlich glänzenden Vancouver herausgefahren bin. Ich habe jetzt niemanden mehr für den ich Verantwortung tragen muss, um den ich mich kümmern muss oder mit dem ich meine Planungen absprechen muss. Ich bin jetzt endgültig und nur für mich selbst verantwortlich. Ich werde viele neue Erfahrungen sammeln, ob ich will oder nicht, viel lernen und tolle Dinge erleben, da bin ich mir sicher! 🙂

Mein neues Abenteuer wird damit beginnen, dass ich von meiner neuen Zimmergenossin an der Greyhoundstation in Whistler abgeholt werde und mir einen Job suchen muss. Ich freue mich schon da drauf. 😉

 

Der restliche Tag heute, war chaotisch, langweilig, angsteinflößend, erfahrungsreich und super schön! Chaotisch war mein Morgen, mit kurzen Verabschiedungen von den Kids, packen, putzen und letzten Dingen erledigen. Mit sehr gemischten Gefühlen musste ich mich dann von meinen Mädels verabschieden und Kelowna im Schneetreiben verlassen. Angsteinflößend wurde es dann, als der Bus nach Kelowna über einen Pass musste und ein so heftiger Schneesturm um uns herum wütete, dass die Straße kaum schneefrei war. Der Busfahrer muss allerdings aus Alberta gewesen sein, denn er fuhr ohne sich irgendwelche Gedanken über das Wetter zu machen durchgängig am Speedlimit. (Warum aus Alberta? Einwohnern aus dieser Gegend Kanadas wird nachgesagt, dass sie immer und überall hinfahren. ^^) Sobald wir über den Pass waren wurde das Wetter besser und der Schnee und die Höhe der Berge um den Bus herum, nahm nach und nach ab, je näher wir der Küste und Vancouver kahmen. In Vancouver regnete es typischerweise und ich wartete erst einmal etwas in der Busstation, bevor ich mich mit 60-Liter-Rucksack, Daypack und Schitasche, auf den Weg machte, um etwas zum Abendessen zu finden. Gott sei Dank, liegt die Bus- und Zugstation sehr zentral, sodass ich sofort ein interessantes Koreanisches Imbiss entdeckte, dass Reisburger verkaufte. Ich hatte also sehr scharf eingelegtes Hühnchen mit Salat, Tomaten, Mais, Ananas und Avocado zwischen zwei aus klebrigem Reis geformten „Brot“-Hälften und habe es sehr genossen. Die Tatsache, dass in Vancouver 40% der Einwohner asiatisch-stämmig sind, wurde mir dadurch sehr deutlich!

Alles in allem, habe ich den Tag bis jetzt aber sehr genossen, trotz der insgesamt 10 Stunden und 15 Minuten Reisezeit und freue mich auf meine Ankunft in Whistler, von der ich natürlich ganz bald berichten werde.

 

Alles Liebe! 🙂

 

 

Eure Anna