Hawaii #1 Kauai

Ich muss mich immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder, immer wieder und wieder und wieder kneifen! ICH WAR IN HAWAII! Genauer gesagt auf der Insel Kauai der nördlichsten und ältesten acht Hauptinseln.

Begonnen hatte das große Abenteuer, am Samstag den 28. November 2015 gegen 13:00 Uhr. Meine Gastoma begleitete uns nach der üblichen Vor-Urlaubs-Hektik mit noch alles schnell sauber machen, Müll wegbringen, hoffen, dass man auch alles eingepackt hat und aufgeregte Kinder beruhigen zum Flughafen, damit der große Van dort keine horrende Gebühren verursacht. Nachdem wir uns von ihr  verabschiedet hatten und sind wir zum Check-In gegangen, wo sich herausstellte, dass ich ein Visum brauche, das ich glücklicherweise am Flughafen beantragen konnte, sodass wir alle glücklich und aufgeregt um kurz nach 3 Uhr im Flugzeug saßen.

Nach circa einer Stunde Flugzeit über die Wolken in den Valleys und die schneebedeckten Berggipfel der Kaskadenkette (= Gebirgskette vom Süden BCs nach Nordkalifornien) landetet wir in Seattle. Als erstes mussten wir alle unser Gepäck holen und durch die Grenzkontrolle gehen. Ich hatte schon oft gehört, dass sie Amis sehr „sicherheitsbewusst“ sind und war deshalb nicht überrascht, als ein Foto von mir und meine Fingerabdrücke aufgenommen wurden. Doch, dass wir nur deswegen unser Gepäck abholen und danach wieder abgeben mussten und beim Durchqueren der Sicherheitskontrolle sogar unsere Schuhe ausziehen mussten, nur weil EINE Person einmal etwas darin geschmuggelt hatte, finde ich dann persönlich doch etwas übertrieben. Selbst meine Gastmutter hat sich ein bisschen mit mir über die Amerikaner und ihren Sicherheitswahn lustig gemacht und meinte, dass die Amis den Kanadiern nicht trauen und wir deshalb das Gepäck holen und wieder abgeben mussten und das obwohl das Leben in Amerika, abgesehen von Kriegsgebieten das Gefährlichste ist, was man machen kann. ^^

Andererseits ist die Angst vor Terroristen natürlich auch etwas begründet und besonders durch die Anschläge in Paris wurde der westlichen Welt mal wieder unter die Nase gehalten, dass wir nicht immer die Hosen anhaben und alles wissen und steuern können. Da es so langsam wieder in Vergessenheit gelangt (unglaublich wie schnell das geht, wenn der Alltag nach der Aufmerksamkeit der Menschen verlangt) möchte ich an dieser Stelle meine Anteilnahme zeigen und darum bitten, dass wir alle das Leid der Opfer, Überlebenden, Familien, Angehörige und Freunde versuchen zu lindern und an sie zu denken, beten oder was auch immer ihr bevorzugt. Danke! Ich weiß aus einer direkten Quelle, das das sehr geschätzt wird.

Jetzt müsste ich eigentlich eine Überleitung zu meinem glücklichen und fast sorgenfreien Traumurlaub finden, aber das geht nicht. Also will ich euch einfach noch vom Ende meines ersten Tages erzählen und euch dann auf weitere Einträge vertrösten, auf die ihr euch hoffentlich genauso freut wie ich mich.


 

Im Sicherheitsbereich des Flughafens von Seattle gab es für uns alle dann Abendessen und ich habe meine ersten amerikanischen Dollar für eine Pizza ausgegeben – typisch. 😉 Der anschließende Flug nach Lihue (gesprochen Lihui = Hauptstadt der Insel) dauerte circa 6 Stunden und war sehr angenehm, da die letzten Sitzreihen leer waren und ich mich eine Weile lang hinlegen konnte. Gegen 22:30 Ortszeit landeten wir und das erste, was mir beim Aussteigen auffiel, war die unglaublich humide, also gesättigte oder „dicke“ Luft, die einem erst das Gefühl gibt schwer zu atmen, dann aber vor Allem auf der Haut sehr angenehm ist. Natürlich waren die Kinder trotz unserer Rekordzeit beim Gepäck abholen und der Aufregung des Fluges und der neuen Umgebung seehr müde und leider dauerte es anschließend auch noch circa eine Stunde bevor wir mit unseren Mietwagen auf dem Weg zum Apartmentkomplex waren, da scheinbar alle aus unserem Flugzeug beim gleichen, unterbesetzten Leihwagenanbieter gebucht hatten. Auch die Fahrt zu unserer Wohnung war länger als geplant, da wir aus Versehen eine Kreuzung verpassten und so einen halbstündigen Umweg fahren mussten. Gegen 12:00 Uhr Ortszeit (bzw. 2:00 Uhr nachts in Kelowna) waren wir dann endlich in unserem Apartment angekommen. Kurze Zeit später träumten die zwei Kleinen schon glücklich auf dem Ausziehsofa. Die Älteste der drei Geschwister und ich hatten gegen 2:00 Uhr Ortszeit auch endlich unsere Aufregung überwunden und fielen glücklich und hundemüde ins Bett.

Eine frohe Weihnachtszeit und ganz liebe Grüße an euch alle da draußen in der großen weiten Welt. 🙂

 

 

Eure Anna