Schneesterne

Wie die meisten vielleicht wissen, bin ich verrückt nach dem Winter, Schnee und SCHIFAHREN. 😉

Glücklicherweise ist meine Gastfamilie genauso und besitzt ein Condo in SilverStar, einem Schigebiet bei Vernon, circa eine Stunde Autofahrt von Kelowna entfernt. Man kann dort im Winter Langlaufen, Schneeschuh wandern, Fat Bike fahren (das ist ein Fahrrad mit sehr dicken Reifen, mit dem man auf Schnee fahren kann), Schlittenfahren, Schifahren (tagsüber und nachts), Heliskiing und im Sommer Mountainbiken, Downhill fahren, wandern und und und…

Wenn ihr euch mehr informieren wollt, könnt ihr das hier gerne machen. Damit ihr aber ein bisschen bescheid wisst, ein paar Facts über das Schigebiet, das mit 1,3 Hektar das drittgrößte Schigebiet in British Columbia ist, 131 markierte Pisten und 12 Lifte hat. Das spannende für mich ist, dass in der Mitte des Berges, auf circa 1,600 Höhenmeter eine Art kleines Dorf aufgebaut wurde, indem es Restaurants, Wohnhäuser, Schiverleihe, Hotels und Ähnliches gibt. Außerdem gibt es KEINE Beschneiungsanlagen, denn es gibt mindestens 700cm Schnee im Jahr – unglaublich!

Seid der erste Schnee gefallen ist, sind Langläufer, wie meine Gasteltern schon fleißig am trainieren. Da die Bedingungen so gut waren, sind wir sechs letzten Sonntag nach der Kirche nach Silver Star gefahren und haben den ersten Schnee der Saison wortwörtlich zu Gesicht bekommen. Denn nach einer circa 1,5-stündigen Langlauf-(oder Langgeh-)-Runde, haben wir eine kleine Schneeballschlacht gemacht und sind Schlitten gefahren. Auch wenn alles natürlich ein bisschen anders ist, als ich es kenne (Schlitten werden hier Toboagen oder so Ähnlich genannt), fühlte ich mich sofort wieder in meine Kindheit und die tollen, schneereichen Nachmittage am „Schlittenberg“ in unserer Siedlung zurück versetzt. Außerdem konnte ich die kleine Wanderung durch die hohen, schneebedeckten, kanadischen Wälder richtig genießen und zum ersten Mal die noch unbearbeiteten Pisten begutachten. Das war ein richtig schöner Nachmittag und ich werde sicher noch öfter Langlaufen gehen, da ich mir hier auch eigene Langlaufschuhe gekauft habe und mir die Klassikschi von meiner Gastmutter ausleihen darf, was mich sehr freut. 🙂

Da es letzte Woche nochmal richtig viel geschneit hat und jetzt eine 75-cm-Grundlage liegt, wurde am 21.11. die „Downhill“-Saison vorzeitig eröffnet. Als ich das hörte, wollte ich natürlich sofort auf die Schi und den nordamerikanischen Schnee austesten. Allerdings dachte ich nicht, das das klappen könnte, denn ich kenne den Weg dorthin nicht und wollte auch nicht einfach an einem Arbeitstag mit einem fremden Auto im Schnee rumkurven. Freitagabend stellte sich dann heraus, dass meine Älteste, die dieses Jahr zum ersten Mal bei den Racetigers, der Renngruppe des Vernon Ski Club (VSC) mitmacht, schon am ersten Tag der Saison Training hat und von 9 bis 14 Uhr in Silver Star Schifahren „muss“. Also entschied sich mein Gastvater dazu Fahrer zu spielen und selbst ein bisschen Langlaufen zu gehen. Meine Gastmutter und die beiden Kleinen, die erst nach Weihnachten mit dem Schifahren anfangen, blieben zu Hause. Auf die Frage, was ich am Samstag machen will, gab es dann natürlich nur eine Antwort. 😉 Glücklicherweise war es für meine Hostmum in Ordnung mit den Kleinen alleine zu bleiben und ich hatte zwar ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil es ein Arbeitstag war an dem ich quasi blau machte, aber ich hatte meine gesamte Hausarbeit für die Woche erledigt und wurde ja direkt gefragt, also ging es gestern für mich auf die Piste! 🙂

Und es war atemberaubend! Wir sind kurz nach 7 losgefahren und haben der Sonne beim Aufgehen über den Bergen zugesehen. Im Dorf angekommen haben wir uns in einem Aufenthaltsraum umgezogen und die zwei anderen sind dann zum Vereinshaus des VSC und ich bin losgefahren um die Pisten zu erkunden. Natürlich war noch nicht einmal die Hälfte des Schigebiets eröffnet, ich war aber die ganze Zeit gut beschäftigt und habe mir versucht die Pisten ein wenig einzuprägen, damit ich nicht verloren gehe, falls ich mal keinen Pistenplan oder so habe. 😉 Bei der ersten Fahrt in einem der beiden geöffneten Sessellifte, habe ich erst wirklich mein Glück realisiert, denn ich konnte ewig weit über das Gebirge sehen, hinter dem noch immer die Sonne rot-orange glänzte. Ich war sprachlos!

Ich wollte eigentlich noch ein Video von der Aussicht hochladen, leider ist es aber zu groß. Wenn du es sehen willst schreibe mich persönlich an! Danke für dein Verständnis.

 

Im Laufe des Tages ist natürlich die Sonne ganz aufgegangen, das hat der Schönheit der Natur aber keinen Schaden getan. Beim Schifahren haben meine Beine natürlich hin und wieder gemeckert, dank Konditionstraining aber Gott sei Dank nicht so sehr, wie die letzten Jahre. Ich habe eine Stunde Mittagspause in dem Aufenthaltsraum gemacht (es gibt dort 2 Mikrowellen zum Aufwärmen seines eigenen Essens – tolle Idee!) und mich langsam wieder an die richtige Position auf dem Schi herangearbeitet, die ich dieses Jahr beim „Freifahren“ (also nicht durch gesteckte Läufe fahren) auf jeden Fall verbessern will und kleine Übungen gemacht. Am Ende es Tages wollte ich auch noch etwas den Neuschnee ausprobieren, den die vielen Snowboarder aber leider schon alle am Vormittag zerfahren hatten, sodass ich eher durch halbgefrorene Schneebrocken gerutscht bin, als wirklich zu powdern, aber dazu habe ich bestimmt noch mehr als genug Möglichkeiten diesen Winter. 🙂

Um zwei habe ich mich dann wieder mit meinem Gastvater und meiner Großen im Aufenthaltsraum getroffen und wir haben uns auf den Weg nach Hause begeben. Es war ein etwas einsamer (ich bin immer alleine gefahren), erfahrungsreicher, ermüdender (auf eine Gute Art ;)), schneereicher, verletzungsfreier und sehr, sehr schöner erster Schitag auf kanadischem Boden, den ich über alle Maßen genossen habe.

 

Ich hoffe euch gefallen meine wenigen Fotos. Es kommen sicher noch mehr davon im Laufe der Saison. 🙂

Viele Liebe Grüße

 

 

Eure Anna

Felder voller Mohnblumen

In Flanders fields
by John McCrae, May 1915

In Flanders fields the poppies blow
Between the crosses, row on row,
That mark our place; and in the sky
The larks, still bravely singing, fly
Scarce heard amid the guns below.

We are the Dead. Short days ago
We lived, felt dawn, saw sunset glow,
Loved and were loved, and now we lie
In Flanders fields.

Take up our quarrel with the foe:
To you from failing hands we throw
The torch; be yours to hold it high.
If ye break faith with us who die
We shall not sleep, though poppies grow
In Flanders fields.


 „Juhuu es ist schulfrei, wir können den ganzen Tag mit Mama, Papa und Anna spielen!“, das müssen sich meine Kids heute morgen beim aufwachen gedacht haben. Aber was hat das mit dem Gedicht zu tun?

Ganz einfach, jedes Jahr am 11. November um 11:00 Uhr, ist die circa 2-wöchige Erinnerungszeit an die gefallenen Soldaten des ersten Weltkrieges vorbei. Sehr viele Kanadier tragen in dieser Zeit eine Poppy (=Mohnblume) an ihren Jacken, um ihr Mitgefühl zu symbolisieren. Die Plastikanstecker gibt es fast überall gegen eine kleine Spende für die Armee, denn die Blume soll laut Wiki, die vom Blut der gefallenen Soldaten geröteten Felder in Flandern, einer wichtigen, kanadischen Front symbolisieren. Sie zeigt aber auch, dass durch die Zerstörung durch die Bomben keine Blumen mehr wachsen, also kein Leben, keine Hoffnung mehr besteht. Die Bedeutung leitet sich aus dem Gedicht ab, denn John McCrae war ein kanadischer Autor und Arzt und hat dieses Gedicht kurz nach dem Tod eines guten Freundes, an der Front verfasst. Es wurde anschließend besonders in den Commonwealth-Staaten als Propagandamittel eingesetzt und geht meiner Meinung nach, sehr unter die Haut.

Da heute um 11 Uhr vor 97 Jahren die Waffen niedergelegt wurden und somit inoffiziell der erste Weltkrieg vorbei war (offiziell erst 1919 mit dem Versailler Vertrag), wurde um 11 Uhr eine Schweigeminute zum Gedenken der Soldaten eingelegt und es ist ein nationaler Feiertag, weshalb meine Gastmutter nicht arbeiten und alle Kinder nicht in die Schule mussten.

Ich habe mir überlegt auch so eine Blume zu kaufen, habe mich dann aber dagegen entschieden, weil ich so etwas aus Deutschland nicht kenne, obwohl ich es eigentlich relativ schade finde, dass man als Deutscher quasi das Gefühl hat sich für die Vergangenheit seines Landes schämen zu müssen, obwohl mir natürlich glasklar ist, was „wir“ für Schadtaten zu verantworten haben. Und aber auch, weil ich keinen Grund sehe irgendeiner Armee mit Geld zu helfen Waffen zu bauen und zu verwenden. Das ist natürlich nur meine Meinung und ich lasse mich gerne, durch gute Argumente von besserem Überzeugen, aber ich finde, wir Menschen können durch Worte und Taten genug zerstören und brauchen nicht auch noch Waffen, die eventuell in falsche Hände gelangen können. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung zu diesem Thema in die Kommentare schreibt! 🙂

The Globe And Mail von heute
Zu diesem besonderen Anlass werden natürlich alle politischen und sozialen Probleme von Journalisten ausgekramt und so war das Hauptthema in der Zeitung von heute neben dem Andenken an die Gefallenen, dem Ersten und Zweiten Weltkrieg und den Flüchtlingen (schon 10.000 haben in Kanada Asyl beantragt) besonders der radikale Regierungswechsel durch die Wahlen vom 19. Oktober. Bei diesen Wahlen wurde die rechtskonservative Partei „Conservative“ unter Stephen Harper von den eher linken „Liberals“ unter Justin Trudeau abgelöst und viele hoffen auf einen wirtschaftlichen und sozialpolitischen Aufschwung. Außerdem wurde in Harpers Wahlkampf ein großer Fokus auf ein versprochenes Gesetz zur Verbietung der Verschleierung der Frauen gelegt und große Rücksicht auf die meist sehr rechten Québéquois genommen. Den meisten anderen Kanadiern hat das nach 9 Jahren gereicht dem „Monopol“ ein Ende gesetzt. Zumindest ist das die Sicht, wie ich sie von dem meisten Wählern um mich herum mitbekommen habe, obwohl ein Teil meiner Gasteltern sogar die Konservativen gewählt hat, da sie die Steuern nicht erhöhen wollten.
Doch da diese Wahl ein eindeutiges Zeichen der Kanadier an ihre Regierung war, versucht der neue Präsident jetzt wirklich allen zu zeigen, dass er eine neue Ära beginnen will. Sein Kabinett besteht beispielsweise zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen, was zu großen Diskussionen führte, da durch die Verteilung der eigentlichen Abgeordneten der Liberals alle Frauen eine dreimal höhere Chance hatten ins Kabinett zu kommen, als die Männer. Im Endeffekt wird Trudeau von den meisten Kanadiern in seinem Handeln unterstützt und es besteht große Zustimmung zu seiner Aussage, er mache das, weil wir im Jahr 2015 angekommen seien. Doch er wird auch mit Barack Obama verglichen, der in seinen bisher 6 Jahren Amtszeit als erster, pigmentierter Präsident der USA es nicht geschafft hat den jahrhundertealten Rassismus gegen „Schwarze“ in seinem Land abzuschaffen.
Ob dieser Machtwechsel wirklich etwas ändert, wird sich in den kommenden Jahren herausstellen. Ich genieße hier jedenfalls die Zeit und verfolge fleißig die Politik für euch, die ihr ja leider nur von Flüchtlingsdramen, Pegidaverrückten und Fußball überflutet werdet. Wollt ihr davon mehr hören? 😉

Achja, ich habe mich zum Schluss entschieden heute den nationalen „Erinnerungstag“ als Gedenktag zu sehen und meinen Lieben und Geliebten zu Gedenken und ihnen zu danken, dass sie in meinem Leben sind, egal wie weit weg oder unerreichbar sie sind. Und auch einfach dafür zu danken, dass ich mein Leben so leben kann, wie ich es tue, dass ich lernen und reisen darf, dass ich meine eigenen Entscheidungen und Verantwortungen habe und mein Leben genießen kann, so wie ich es mir wünsche, das ist ein wirkliches Privileg, obwohl ich es mir meistens nicht bewusst bin.

 

DANKE!

 

 

Eure Anna

 


P.S. Das Gedicht habe ich von dieser Internetseite: http://www.greatwar.co.uk/poems/john-mccrae-in-flanders-fields.htm

Halloween und der zweite Monat

Mein zweiter Monat hier in Kanada ist wie im Flug vergangen. Wenn ich so darüber nachdenke, wie die Zeit hier vergeht, kommt es mir einerseits überhaupt nicht so lange vor und andererseits scheint alles schon so normal und eine jahrelange Gewohnheit geworden zu sein. Das einzige an dem ich merke, das die Zeit nicht einfach stehen bleibt ist das Wetter, denn es wird immer kälter und regnet fast den ganzen Tag. Da Kelowna in einem Valley, also einem Tal zwischen mittelhohen Bergen, liegt, bleiben die Wolken immer zwischen den Berggipfeln hängen und im Tal ist es sehr dunkel. Was bei dem schlechten Wetter meine Laune aufheitert (Ich muss sogar beim schreiben grinsen, weil ich mich so freue! :D) ist, dass es in Silverstar, meinem Schigebiet für die Saison, statt dem Regen Schnee gibt – perfekt! 🙂

Das soll jetzt aber nicht so klingen, als ob ich dauerhaft schlecht gelaunt bin und mich nur die Vorfreude auf das Schifahren und natürlich die Woche auf Hawaii (nur noch 25 Tage!!) aufheitert, sondern ganz im Gegenteil: mir geht es richtig gut, nur das Wetter zieht meine Laune manchmal ein bisschen herunter. 😉 Natürlich habe ich auch ein paar Sorgen und Probleme, wie jeder andere Mensch, aber solange sich das darauf beschränkt, dass ich nicht weiß, was ich meiner Familie zu Weihnachten schenken soll, dass ich keine Lust habe jeden Tag Wäsche zu falten und das ich nicht in Clubs oder Bars rein darf, weil ich noch unter 19 bin, finde ich ist, gibt es nichts über das ich mich beschweren könnte. 🙂

Obwohl mich Letzteres letztes Wochenende doch schon sehr geärgert hat, denn es war Halloween und ich wollte zum ersten Mal (nach fast 2 Monaten hier!) ausgehen und einen lustigen Abend mit zwei anderen Au Pairs verbringen, die ich schon ein paar Mal getroffen habe. Aber damit ihr das versteht, muss ich euch von dem ganzen Wochenende und dem Rummel um Halloween hier erzählen:
Schon Anfang Oktober haben meine Kinder angefangen ihre Zimmer und das Haus mit gruseliger Dekoration zu schmücken und sind sogar extra in einen der zahlreichen Halloweenshops gefahren, um das bereits vorhandene Dekorationsequipment noch etwas zu erweitern. Hier gibt es viele Dekoläden, die sich der Saison anpassen, aber auch welche, die das ganze Jahr bestehen, wie zum Beispiel ein Weihnachtsschmuckladen in der Mall, bei dem man sogar Cupcake- und Donutbaumschmuck kaufen kann!
Auch bei die Verkleidung wurde lange im Vorheraus geplant und wieder über den Haufen geworfen. Als ich mit der Ältesten und der Mutter in dem riesigen Second-Hand-Shop „Value Village“ war, hat die Große wirklich 4 mal ihre Meinung geändert, bevor sie im Endeffekt, genauso wie ihre Mutter als Cowgirl verkleidet war. ^^

Weitere Voränderungen wegen Halloween gab es dann am Donnerstag. Es war eine große Überraschung für mich, als ich gegen 8 Uhr, zu einer Uhrzeit, zu der normalerweise alle Kinder in ihrem Bett liegen und schlafen oder lesen, vom Schifitnesstraining nach Hause kam und alle noch wach waren. Das Beste, war aber der Grund warum, denn mein Kleiner hatte sich zum Geburtstag BLAUE HAARE gewünscht und da er am Freitag Geburtstag hatte, wurde das halt am Abend davor gemacht. 😉 Und ja ich meine das ernst! Er hat jetzt wirklich für mindestens 70 Haarwäschen blaue Haare und danach ist der strohblond, weil die Haare davor noch gebleicht wurden. ^^

Am Freitag war dann Kostümprobelauf, denn die Kids durften verkleidet in die Schule kommen. Deshalb zauberte ich am Morgen aus meiner Kleinen einen schaurigen Vampir, der dann gemeinsam mit einem Cowgirl und einem Skelett mit blauen Haaren in die Schule ging.
Freitagabend sind wir zur Feier des Tages dann noch in ein Restaurant der Wahl meines Kleinen gegangen und wie kann es anders sein: es wurde „Boomers“, eine Sportsbar mit um die 20 Fernseher überall mit live Übertragungen von allen möglichen Sportarten. So waren die Kids auf jeden Fall beschäftigt und wir erwachsenen haben unser Essen genossen. 😉

Samstags wurde dann alles für die Halloweengeburtstagsparty vorbereitet, die um halb fünf mit PS3 spielen begann, dann aus Pizza und DQ-Eiskuchen essen und zum Schluss Trick-or-Treaten bestand. Dass ich mich dazu bereit erklärt habe mit fünf 8 bis 9-jährigen Jungs um die Häuser zu ziehen, um Süßigkeiten zu sammeln, war vielleicht keine so gute Idee, aber durch meine Regel, dass mir jeder, der sich von der Gruppe entfernt etwas aus seinem Beutel abgeben muss, ging es am Ende dann doch ganz gesittet zu und war es eine tolle Erfahrung für mich. 🙂 Ich war übrigens als „Lumberjack“ (Holzfäller), mit Karohemd, Boots und Mascara-Bart unterwegs, um allen zu zeigen, wie sich die Deutschen die Kanadier vorstellen. 😉

Nach der Party war es auch schon Zeit für die Kinder ins Bett zu gehen und ich habe mich für meinen Abend fertig gemacht. Eigentlich bin ich hier in Kanada immer relativ pünktlich, aber an dem Abend, war ich circa 10 Minuten zu spät dran, was mir den ganzen Abend ruiniert hat, denn nach 10 Uhr abends darf man nicht mehr in Restaurants die Alkohol verkaufen, wenn man „Under age“, also unter 19 ist – und ich hatte natürlich eine Parkplatz auf dem ich umsonst parken konnte, durfte dafür aber nicht in das Restaurant rein, das wir uns ausgesucht hatten für den Abend. Naja dann habe ich halt im Auto gewartet bis die Mädels ihre gerade bestellten Drinks beendet hatten und wir dann gemeinsam zu einem Hostel gefahren sind, bei dem es hieß, das es eine große Party gibt. Die Party war allerdings auch schon vorbei oder hatte nie stattgefunden – keine Ahnung. 😉 Als nächstes hat uns dann ein 24h-Drive-Through McDonald’s hinter einer Tanke angelockt, wo wir dann einige Zeit im Auto über den komischen Abend gelacht haben und uns entschieden haben zu einer von uns zu fahren, um dort einen Film zu sehen. Da das aber leider nicht geklappt hat, bin ich dann wieder heim gefahren und war gegen 1 Uhr dann auch im Bett.

Bis zu dem Ausgehen, war Halloween also eine sehr coole Erfahrung für mich und für das nächste Mal weggehen weiß ich jetzt auch Bescheid, wie der Hase läuft. ^^

 

Schreibt doch mal, was ihr gerne noch so erfahren würdet!

Danke für’s Lesen, alles Liebe und bis bald. 🙂

 

 

Eure Anna