Alberia #3

Und schon sind wir an meinem dritten Tag in Alberta und damit letztem in Banff angekommen…

 

Nach erneutem Ausschlafen, habe ich meine Sachen angefangen zu packen und bin zum Frühstück gegangen, wo ich die beiden Mädels vom Vortag getroffen habe und kurz mit ihnen gequatscht habe. Da sie noch länger geblieben sind, haben sie sich an dem Tag für eine längere Wanderung entschieden, wo ich nicht mitkommen konnte, weil ich den Bus nach Calgary um halb 6 erwischen musste. Das fand ich aber eigentlich richtig gut, denn so habe ich ein bisschen von dem Leben als Work and Traveller erfahren, das ich ab März/April antreten werde. Beim Frühstück habe ich zum Beispiel von den Schwierigkeiten erfahren in großen Städten bezahlbare Wohnungen bzw. WGs zu finden und auch, das man fast jede Art von Job macht, um sich irgendwie über Wasser halten zu können. Aber genau diese Schwierigkeiten, die neuen Dinge, die man täglich erlebt und die Menschen, die man auf seinem Weg, seinem Abenteuer trifft sind das Spannende, Aufregende und Reizende an diesem Leben. UND natürlich die Natur Kanadas! – Dieses Stichwort bringt mich auch wieder zurück zu meinem eigentlichen Tag. 😉

Nach dem ich gegessen, alles gepackt, ausgecheckt und meine Tasche in einem Schiraum verstaut hatte, habe ich mich auf den Weg nach Downtown gemacht, um nochmal die Läden unsicher zu machen, denn es gab tolle End-of-Season-Sales. Leider hat sich das aber wegen den saftigen Preisen (ca. 10% mehr als sonst in Alberta) in Banff nicht gelohnt und so habe ich viel Zeit damit verbracht mir Backpackerrucksäcke anzusehen und alle Reißverschlüsse und Fächer zu öffnen. Alles Mögliche auszuprobieren und anzufassen, ist eine Art Leidenschaft von mir, also hat das Rucksack probieren ein wenig das Kind in mir ausgelöst und ich habe die Zeit total vergessen. 😉

Gegen Mittag habe ich mich auf dem Weg gemacht um etwas an Bow River und in einem nah gelegenem Wäldchen entlang zu spazieren, der Weg war wunderschön, sah auf der Karte aber viel länger aus, als er eigentlich war. Also habe ich kurzer Hand beschlossen Tunnel Mountain, einen kleinen Hügel (im Vergleich zu den über 2000 Meter hohen Bergen außenherum), der direkt am Zentrum von Banff zu besteigen. Der 45-Minutige Spaziergang war wirklich nett und hat mir gezeigt, dass ich auch alleine wandern gehen kann, aber ich war doch sehr froh, dass ich immer wieder Menschen getroffen habe und nicht ganz alleine war. Am Gipfel angekommen, musste ich erst einmal nach der Aussicht suchen, denn der ganze „Berg“ ist bewaldet und der höchste Punkt liegt unterhalb der Grenze, an der die Bewaldung aufhört. Kaum hatte ich eine größere Lücke in den Bäumen gefunden war ich wieder völlig sprachlos. Obwohl man quasi fast die selben Dinge sieht, wie von Sulphur Mountain (S) aus, ist es von Tunnel Mountain (T) aus eine vollkommen andere Welt. Eigentlich liegt es wieder nur an der Perspektive, da man von S einen unglaublich weiten und quasi unbegrenzten Blick über das Gebirge hat und von T aus noch die einzelnen Häuser und Straßen von Banff ausmachen kann. Von T aus wirkt die Natur in den Tälern viel mehr, wie zum Beispiel der Bow River und viele kleine Seen die sich quer über das Land verteilen und von denen man immer mehr entdeckt, wenn man sich länger auf einen Ausblick konzentriert. Einfach WUNDERSCHÖN mehr brauche ich glaube ich nicht mehr sagen. 😉

Zurück im Tal bin ich zu Starbucks gelaufen, um mir einen Kaffee zu holen, auf den ich mich schon den ganzen Tag gefreut habe und weil es den ganzen Tag vor sich hin genieselt hatte und mir dann natürlich kalt wurde. In dem warmen, lebendigen, nach frisch gemahlenem Kaffee riechendem Café habe ich mir dann also eine kurze Auszeit gegönnt und meinen Graham Latte genossen. Daraufhin, bin ich zu der Mall gelaufen, wo wir am Vortag zu Abend gegessen hatten und habe mir ein Sub geholt.

Ich musste mich dann auch schon etwas beeilen, denn ich musste noch zum Hostel und dann wieder zurück zur Busstation laufen. Das habe ich aber Gott sei Dank alles pünktlich geschafft und bin gleichzeitig mit dem Greyhound Bus an der Station angekommen. Kurz darauf ging die Fahrt nach Calgary auch schon los, denn ich wollte ja über Thanksgiving bei meiner Gastfamilie bzw. ihren Großeltern sein, vor Allem um diese Tradition nicht zu verpassen. 🙂

 

Aber davon hört ihr in meinem nächsten Blogeintrag, nur so viel: kaum war der Bus auf dem Highway Richtung Osten, hat es richtig angefangen zu schütten, also hatte ich wirklich Glück mit dem Wetter an diesen zwei tollen Tagen und ich habe die Zeit, die Erfahrungen und die Natur wirklich sehr genossen. 🙂

Alles Liebe und bis bald!

 

 

Eure Anna