Die erste Autofahrt

Heute ist, wie ihr vielleicht schon festgestellt habt Sonntag. Deshalb war ich heute nach dem Aufstehen zum ersten Mal ganz alleine im Haus, da mein Hostvater Fahrradfahren und die Mutter mit den Kindern in der Kirche war. Ich habe in Ruhe gefrühstückt, mit Pixi gespielt, mit meinen Eltern geskypt und mit meinen Freunden geschrieben, die Zeit also einfach genossen. 🙂

Als alle zurück waren, habe ich kurz mit den Kindern gespielt und dann war schon Lunchtime, bei der es zum ersten Mal richtig ungesundes Essen gab: Hotdogs. Wie eine Freundin von mir bereits vermutet hatte, gibt es nur richtig labbrige oder „fluffige“ Brötchen und Toast. Gott sei Dank vermisse ich das deutsche Vollkornbrot noch nicht, da es hier sowas wie „Brotzeit“ nicht gibt, sondern höchstens im Ofen gebackene Toasts mit Käse und auch zum Frühstück gibt es eher Müsli als belegte Brötchen.

Da morgen die Geburtstagsparty meiner Jüngsten ansteht, haben wir nach dem Essen ein paar Bastelsachen dafür vorbereitet. (Ihr Geburtstag ist am Donnerstag, aber am Dienstag beginnt die Schule, deshalb ist die Party schon morgen.) Und dann bin ich, wie ihr es schon in der Überschrift lesen konntet zum ersten Mal mit einem Automatikauto gefahren, um Kelowna und die Spots, zu denen ich die Kinder im Winter bringen muss, besser zu finden. Automatik zu fahren ist wirklich einfach, da kann ich allen die mir das gesagt haben nur zustimmen. Langweilig finde ich es aber nicht! Vielleicht, weil das Fahren noch so neu für mich ist und ich nach 1,5 Stunden Fahrt immer noch mit rechts bremsen wollte und meine Hand immer wieder schalten wollte, aber ich mag Autofahren, also glaube ich, dass mir der Spaß trotz Automatik bleibt. Was ich außerdem total süß fand, war das meine Gastmum mit den Kinder überlegt hat, wo ich versuchen sollte hinzufahren, also die wichtigsten Orte wie das Krankenhaus, ein Sportgeschäft, das Schwimmbad und den Arbeitsplatz der Mutter. Ich hab zwar nicht alles gefunden, aber sie hat mir anschließend auf einer Karte die Orte gezeigt und ich werde versuchen alle zu finden, wenn ich das nächste Mal durch die City cruise. 😉

Zurück im Haus habe ich mit meinem Gastvater gequatscht und versucht ihm irgendwie beim Kochen zu helfen, weil ich mir selbst sonst immer so unterbeschäftigt und faul, besonders der Familie gegenüber, vorkomme, aber andererseits will ich auch nicht die ganze Zeit mit Fragen wie „Kann ich noch irgendwas tun oder helfen? Muss noch etwas getan werden?“ nerven… Hat jemand von euch eine Lösung um dieses Problem zu umgehen? Wenn nicht ist es auch nicht schlimm, denn ich werde bestimmt einiges zu tun haben sobald die Schule wieder angefangen hat. Die Älteste und die Mutter haben mir heute einen Plan mit den Sportaktivitäten aller Kinder gemacht und das wird mich sicher auf Trab halten, wie es aussieht. Bis zum Abendessen habe ich mit den Mädels gespielt, Fotos sortiert und versucht Klavier zu spielen, bin aber kläglich gescheitert. ^^ Nach dem Abendessen habe ich dann mit dem Jungen und später auch noch mit der Ältesten UNO gespielt und bin dann in mein Zimmer und hab mich bis jetzt (22:00) vor dem Schreiben gedrückt – das fängt schon wirklich gut an mit meiner Motivation. 😉

 

So jetzt geht’s ins Bett, denn morgen steht die große Geburtstagparty an und es werden mindestens fünf sechsjährige Mädels da sein, im Pool planschen und das ganze Haus verwüsten, also muss ich wohl gewappnet sein, also energetisch gesehen. Und am Dienstag beginnt ja schon die Schule und für die Woche habe ich dann noch ein Kind mehr zur Betreuung, da das Au Pair des Jungen noch nicht da ist, aber die Eltern wohl arbeiten müssen. Da es sich bei dem Kind aber um einen Freund meines Gastjungen handelt, glaube ich nicht, dass das zusätzliche Kind für eine Woche ein Problem sein wird. 😉

 

See you tomorrow! Anna

 

 


P.S. Das Bild ist der abendliche Ausbilck aus dem Wohnzimmerfenster – ich liebe einfach diese Wolken hier so sehr. <3