Tag 1 in der Familie und IPE fair

03.09.2015 | 22:30 Uhr (Vancouver time)
04.09.2015 | 07:30 Uhr (Berlin time)

Mein erster Tag ist vorbei und ich bin todmüde. Es ist zwar erst 22:30 Uhr, aber der Jetlag und all das Neue hier sind schon wirklich anstrengend…

Gestern Abend, nachdem ich meinen letzten Artikel fertig geschrieben hatte, hatte ich das Gefühl sofort einschlafen zu müssen, sobald ich aber aus dem Flieger ausgestiegen war, war dieses Gefühl völlig verschwunden. Als ich im Gepäckbereich ankam stand dort auch schon meine Gastmum mit den zwei Mädels, die mich total lieb empfingen und in deren Gesellschaft ich mich sofort wohlfühlte und wusste, warum ich kein bisschen nervös war die Familie kennen zu lernen. Auf dem Weg in mein neues Zuhause plapperten die Mädels hinten im Wagen und ich bekam eine kleine Rundfahrt durch Kelowna und ein paar Erklärungen meiner Hostmum dazu. Im Haus lernte ich dann noch meinen Gastvater, den Sohn (das typische Sandwichkind) und den süßen, sehr aktiven Hund der Familie Pixi, kennen. Nach einer kurzen Hausführung und der Besichtigung meines riesigen Zimmers, habe ich noch den Blogeintrag hochgeladen und mich schlafen gelegt. Wie es so typisch ist für Jetlag-Infizierte, bin ich nach 3 Stunden schlafen erstmal aufgewacht, konnte dann aber glücklicherweise schnell wieder einschlafen.

Heute um kurz vor 7 Uhr Ortszeit bin ich aufgestanden, habe mich fertig gemacht und ein bisschen mein Zimmer aufgeräumt. Anschließend habe ich die Kinder und den Vater beim Frühstück etwas näher kennengelernt, alles total nette, liebenswerte, freundliche und aktive Menschen – eine super(-perfekte) Gastfamilie für mich! Gegen 9 Uhr haben wir uns dann auf den Weg nach Armstrong auf die IPE gemacht, das ist eine Messe für alles was mit dem Bauernleben zu tun hat. Es wurden jede Menge Tiere ausgestellt, die bewertet wurden und Preise gewinnen konnten. Außerdem gab es Essensstände, Bühnen mit verschiedensten Akteuren, Fahrgeschäfte, ausgestellte Traktoren, sowie einige Shows. Wir haben uns eine Zirkusshow, Springreiten, eine Lumberjackshow und eine Schäferhundshow angesehen. Am meisten haben mich aber lauter kleine Stände verwirrt, da gab es zum Beispiel Tarotkartenstände, neben Kleidungsverkäufen, neben Sprudelwannen- und Fertighäuseraustellungen, neben Vereinen, die für Waldbrandopfer gesammelt haben oder etwas über die Verbreitung der Bibel lehren wollten, neben einem Goldwäscher, der Goldwaschkurse anbietet – eine super komische, aber lustige Mischung und es hat scheinbar niemanden außer mich verwundert. ^^ Wir sind also nach ca. einer Stunde Fahrzeit, durch wunderschöne Natur über die Messe gelaufen, haben alles besichtigt, etwas gegessen, die Shows angesehen und waren in einem Streichelzoo mit super süßen Tieren und sogar einer Kuh, einem Pony, einem Schwein und Hühnern, die sich streicheln ließen, haben ein Eis gegessen, das quasi aus drei Kugeln Eis bestand und dann ging es auch schon wieder heim. Auf der Autofahrt lief übrigens immer Country Musik, die hier scheinbar sehr beliebt ist. ^^


Daheim angekommen, gab es Abendessen für alle außer meinen Jungen, denn er war auf dem Geburtstag eines Freundes eingeladen. Von dort haben wir Mädels ihn dann nach dem Essen abgeholt, während mein Hostdad eine Runde joggen war. Seitdem habe ich meinen Koffer ausgeräumt und alles verstaut, eine Roomtour gefilmt (bei Interesse persönlich melden!), mit meinen Eltern geskypt und jetzt schon eine Stunde an dem Text gefeilt – unglaublich wie die Zeit immer vergeht. 😉

 

Gute Nacht und liebe Grüße Anna

 

 


P.S. Mir ist immer noch kein bisschen bewusst, dass ich wirklich in Kanada bin, geschweige denn, dass ich für ein halbes Jahr in dieser tollen Familie bleiben darf.