Busy!

Habe ich schon mal gesagt, dass ich Stress liebe? Also lieben ist vielleicht übertrieben, aber ja ich mag es wenn ich viel zu tun habe und unter einer Gewissen Anspannung stehe möglichst viel in einer relativ kurzen Zeit zu erledigen. Festgestellt habe ich das glaube ich schon öfter, aber in den letzten Tagen ist mir das hier wirklich bewusst geworden, denn wenn ich wie die letzten 2 Tage nichts zu tun habe, kann ich mich auch nicht dazu motivieren etwas für mich zu machen und gammel dann wirklich den ganzen Tag nur rum und mache nichts. Heute hatte ich den ganzen Tag etwas zu tun und das war gut so, denn dann konnte ich die Zeit, die ich für mich hatte wirklich genießen und einfach mal den Kopf abschalten und entspannen. Genau das geht nicht, wenn ich den ganzen Tag nichts mache. 🙂

Jetzt also zu meinem Tag: Ich habe mich heute morgen mit dem anderen Au Pair getroffen, dass ich letzten Mittwoch in der Mall getroffen bzw. kennen gelernt habe und wir waren ca. 1,5 Stunden auf dem Knox Mountain (das Hügelchen Berg zu nennen ist übertrieben ^^) wandern und haben den tollen Ausblick über den Okanagan See und Kelowna genossen. Es war genial, vor Allem da heute noch mal ein richtig warmer Tag mit Temperaturen um die 23°C war. 🙂

Anschließend habe ich ein paar Erledigungen im Norden Kelownas (also nahe dem Berg) gemacht und war ein bisschen in der Mall trockenshoppen. An so manchen Tagen hätte ich wirklich gerne mal eine unlimitierte Kreditkarte von einem Scheich oder so, um das ganze Sortiment von verschiedenen Klamottenläden zu kaufen, denn leider leider gibt es hier super coole und gut geschnittene, viel zu teure Klamotten in toll designten Läden, die ich mir weder leisten kann noch macht es Sinn sie zu kaufen, wenn ich Backpacken gehe… #firstworldproblems

Als ich wieder im Haus war, habe ich meinen Avocado-Apfel Smoothie, den ich mir schon gemacht hatte bevor ich losgefahren bin, schmecken lassen und das schöne Wetter mit dem Baulärm auf der Terrasse genossen, denn direkt an unseren Garten werden 2 neue Häuser gebaut. Das ist sehr interessant, denn man sieht genau wie die Häuser gebaut werden. Die Häuser bestehen nur aus einem betoniertem Keller, auf den dann ein Holzbalkengestell gebaut wird, dass von außen mit Holzplatten verschlossen wird und auf dass dann noch ein Dach aus Holz gebaut wird. Im inneren werden dann glaube ich Dämmungen zwischen Holzgestell und -platten eingefügt und mit einer weiteren Schicht Platten verschlossen, die dann gestrichen und als Zimmerwand verwendet werden.

Nachdem ich noch einen Pumpkinsmoothie für die Kinder gemacht habe, habe ich die Kleine von der Schule geholt und bin dann gleich wieder mit dem Auto dorthin, um die Große, die noch 30 Minuten Volleyball hatte abzuholen und direkt zum Turnen zu bringen. Während sie Sport gemacht hat, bin ich auf der Suche nach ein paar Basic T-Shirts zum Walmart gefahren, habe aber leider nichts gefunden. Wieder daheim habe ich beim Essen kochen geholfen und Wäsche gefaltet, das habe ich dann auch nach dem Abendessen noch weiter gemacht und dann noch Bratsche geübt und jetzt schlafe ich gleich ein vor lauter Blogschreiben im Halbliegen, denn ich habe keinen Schreibtisch oder so, sondern „arbeite“ immer im Bett. 😉

 

Liebe Grüße aus dem Bett und bis morgen – ich widme mich jetzt noch meinem Buch. 🙂

 

 

Alles Liebe eure Anna

Blablabla.

„Ich habe kaum Muskelkater, nur ein winziges bisschen im Po und den Schultern – yes.“ Das habe ich mir glaube ich heute morgen als erstes Produktives gedacht neben den üblichen Dingen wie „Ich will weiterschlafen, nicht aufstehen und für immer im warmen Bett bleiben. Außerhalb der Bettdecke ist es eh viel zu kalt für mich.“ Aber ich bin ja ein braves Bienchen also fleißig aufgestanden und zur Arbeit gegangen (die Kellertreppen hoch). Bei der Arbeit war ich dann auch mal wieder etwas produktiver, da ich heute einkaufen und Besorgungen machen war, dann den Pizzateig für das Abendessen vorbereitet habe und gleichzeitig den Teig für die Kürbismuffins, die ich schon mal gebacken habe, gemischt habe. Nachdem die Kinder dann wieder da waren, habe ich die Kleine zum Schwimmen gefahren und bin selbst in die Bücherei, um da das WLAN zu nutzen und ein bisschen produktiv zu recherchieren, was ich hier im Haus eindeutig nicht kann, und mir einen Ausweis ausstellen zu lassen. Ich habe mir auch gleich mal ein interessant klingendes Buch mitgenommen, dass ich jetzt zum einschlafen lesen werde. Das Einschlafen geht dann sicher schnell, weil ich so mitgenommen von dem Schlafmangel der letzten Tage bin und weil es sehr anstrengend ist, sich auf das Englisch zu konzentrieren. 😉

Nach dem Schwimmen der Kleinen gab es dann auch schon die selbstgemachte Pizza, von der ich ungelogen 6 Stücke gegessen habe und dann noch einen Muffin hinter her, aber irgendwie habe ich das gebraucht. 🙂 Zum Frühstück esse ich übrigens meistens „Overnight-Oats“, also Haferflocken über Nacht in Milch und Joghurt eingelegt und dann am Morgen mit Zimt oder Kokosflocken und ganz viel Obst frisch hergerichtet, super lecker und sättigend! Morgen mache ich mir aber ein Avocadobrot, weil ich heute welche gekauft habe und ich mit dem Au Pair, das ich letzte Woche getroffen habe zum wandern gehe –  da freue ich mich schon drauf. 🙂

Ansonsten nimmt der Banff-Ausflug langsam aber sicher Gestalt an und ich habe fleißig Bratsche geübt.

 

Guten Morgen an euch und gute Nacht an mich. 😀

 

 

Eure Anna

Muskeln vs. Zucker

Heute habe ich wieder Bratsche geübt – Ja, ein Erfolg! 😉

 

Außerdem habe ich heute nachdem die Kinder mit ihrem Papa in die Schule sind ins H2O gefahren, weil ich da das Zumba ausprobieren wollte. Das hat sich allerdings als Alte-Damen-Veranstaltung herausgestellt und die Stunde „Tanz-Work-Out“ hat mir eigentlich eher als ein unterhaltsames Aufwärmen gedient, denn es haben einige Frauen teilgenommen, die wirklich kein Tanzvermögen haben, aber alles versucht haben, um möglichst stark ihre Hüften zu schwingen. Und auch die Trainerin hatte die Schritte nicht ganz drauf, konnte dafür aber einwandfrei ihren „Rettungsring“ schwingen. ^^ Danach bin ich echt noch geschlagene 1,5 Stunden an Geräten gewesen und habe Übungen gemacht. Insgesamt war ich also fast 3 Stunden in dem Fitnessstudio und habe deshalb auch also ich wieder daheim war nichts weiter gemacht, als zu essen, zu duschen und darauf zu warten, dass die Kinder Schule aus haben (es gab heute auch gar keine Arbeit im Haus zu machen…) und ich die Mädels holen kann, da der Junge gleich nach dem Unterricht zum Fußballtraining gefahren ist.

Bevor die Große Klavierunterricht hatte gab es noch den täglichen „Snack“ und dann habe ich mit der Kleinen an ihrem neu erstandenen, selbst gekauften Lego-Set gespielt. Aber wie immer habe ich alles „falsch“ gespielt. 😉 Die Kleine weiß einfach, dass sie die Diva ist und nutzt das auch ziemlich aus und sie will sich wie ihre große Schwester benehmen, die, wie ich, gerne allen Leuten und vor Allem ihren Geschwistern sagt, was sie zu tun und zu lassen haben. Naja ich bin immer dabei der Kleinen und auch dem Jungen ein bisschen Manieren und Anstand mir gegenüber und mal ein „Thank you“ und „You welcome“ anzutrainieren. Aber zu sehr mag ich auch nicht in die Erziehung der Eltern reinpfuschen, das kann ich ehrlich gesagt auch gar nicht. Gott sei Dank ist meine Gastfamilie aber sehr europäisch und nur in ein paar Punkten einer anderen Meinung, als ich und sehr weltoffen und immer freundlich, sodass ich mich echt total wohl fühle. 😉

Nach dem Legospielen habe ich dann den Jungen abgeholt und habe beim Essen machen geholfen. Nach dem Abendessen sind der Papa und der Sohn wieder zum Fußball und die Mutter nach Hause gekommen. Sie hat mir einen Artikel der „Sugar overload“ heißt mitgebracht und ich habe mir auf das Lesen der ersten Seite erstmal einen Cookie gegönnt. ^^ Bisher bin ich auch noch nicht weiter gekommen, als die erste Seite, aber es steht bestimmt im Endeffekt darin, dass wir allgemein zu viel Zucker essen. Das liegt aber hier vor Allem an dem bearbeiteten Essen, denn kaum ein Essen wird im Originalzustand oder zumindest unbehandelt verkauft und richtiges Brot ist hier total selten und selbst das Vollkornkörnerbrot ist superfluffig und süß. Also ist es kein Wunder, dass die Menschen hier zu viel Zucker essen.

Nach dem Zucker habe ich mich in mein Bett gelegt, weil mir total kalt war, wahrscheinlich von dem Schlafmangel und dem vielen Sport heute. Nach einer halben Stunde oder so bin ich dann aber nochmal aufgestanden, habe die Spüli aus- und eingeräumt und mit der Mama die Pläne für das Essen morgen besprochen und einen Text für eine Präsentation von ihr geübt. Dann bin ich in mein Zimmer, habe YouTube Videos angesehen und Bratsche geübt und gehe jetzt endlich schlafen, denn es ist schon wieder mal halb 12…

Achja und Banff wird weiter geplant. Ich muss nochmal mit meiner Gastfamilie sprechen, aber ich werde dort dann wahrscheinlich ein paar andere Au Pairs treffen, die auch an dem Wochenende nach Banff wollen. Leider haben wir dann nur einen Tag zusammen, weil ich ja zu Thanksgiving zu meiner Gastfamilie und deren Verwandtschaft will und sie erst am Samstag ankommen. Aber dann haben wir zumindest einen Tag zusammen. Da freue ich mich schon riesig drauf! 😀

 

 

Liebe Grüße eure Anna

 

 


P.S. Ich hoffe ich kann morgen noch ein bisschen den Blog überarbeiten und die Fotos für die letzten Einträge hinzufügen.