Die letzten 30 Tage in Deutschland…

„Es ist alles so irreal! Ich habe noch nicht mal den tollen Urlaub mit meinen Mädels verarbeitet geschweige denn das Abitur, wie soll ich mich da jetzt schon wieder auf den Weg in ein neues Abenteuer wagen – und dazu noch in ein SO großes? Aber, oh mein Gott, das wird ein so geiles Jahr werden, ich kann es gar nicht erwarten!“, solche Gedanken geistern im Moment dauerhaft in meinem Kopf herum, deshalb soll es heute darum gehen, wie ich mit dem Abschied und den Veränderungen, die mir bevorstehen umgehe. 🙂

 

Ich begebe mich auf den Trip meines Lebens! Oder doch nicht?
Ich will nicht sagen, dass diese Reise DAS Abenteuer meines Lebens wird, weil für mich mein ganzes Leben ein Abenteuer ist, aber diese Reise ist schon etwas sehr Besonderes für mich.
Warum? Zu einem Abenteuer gehören alle möglichen Schwierigkeiten. Bei mir ist es zum Beispiel die Ungewissheit, was nach dem halben Jahr bei meiner Familie passiert und ob ich überhaupt gut mit meiner Gastfamilie klar komme. Ich hoffe, dass mit dem Flug alles glatt läuft und, dass ich richtig packe (typisch Mädchen 😉 ). Auch mit mir selbst im Reinen zu bleiben, ist für mich nicht immer leicht.
Doch gerade gemeisterte Herausforderungen machen mich, und ich glaube auch jeden anderen Menschen auf der Welt, glücklich und verändern in irgendeiner Art und Weise den Blickwinkel auf die Welt. All die wunderschönen Momente, die man durch eine neue Sichtweise erhält, sind die Momente, an die man sich sein ganzes Leben lang erinnern wird und die der Grund dafür sind, sich immer wieder auf die Reise oder in ein neues Abenteuer zu begeben.
Für mich ist dieses Auslandsjahr vor allem die bisher größte Veränderung in meinem Leben und einfach etwas völlig neues. Vor allem die Menge und die Art der Veränderungen, sind eine Herausforderung, die ich sicher gut bestehen werde, vor der ich aber auch einen riesigen Respekt habe!

Alsooo?!?
Im Endeffekt will ich sagen, dass ich meine Freunde und meine Familie jetzt schon vermisse und nichts dagegen hätte, wenn alles so bleibt, wie es ist, aber im gleichen Moment will ich auch sofort aufspringen, packen und den nächsten Flieger nach Kanada nehmen.
Um dieser Gefühlsachterbahn zu entkommen, versuche ich mich für den letzten Monat hier in Deutschland darauf zu konzentrieren alles Wichtige vor meinem Abflug zu erledigen und die Zeit mit Freunden und Familie richtig zu genießen.

 

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Hier mein erstes „Foto“: Der tägliche Hinweis meiner Inbox auf meinen Flug. Was nach 2 Stunden gemütlichem Film-gucken aussieht sind in Wirklichkeit 10 Stunden, denn bis Calgary sind es 8 Stunden Zeitverschiebung und dann auch noch mit dem Tag geflogen… Der zweite Flug dauert eine Stunde und eine Minute, mit einer Stunde Zeitverschiebung, deshalb fliege ich quasi eine Minute. Etwas verwirrend ich weiß, aber im Endeffekt bin ich dann 9 Stunden nach Deutschland. 😉