Allein, allein…

Nachdem erst mein Bruder und dann meine Eltern (die eine weitere Woche an der Westküste Kanadas bei einem alten Freund meiner Mutter verbrachten) abgereist waren, wurde mir erst wirklich bewusst, dass ich immer noch keinen Plan hatte, was ich eigentlich nach dem Urlaub tun sollte. Ich hatte niemanden mehr mit dem ich reisen konnte, keinen der mich irgendwo treffen wollte, keine Lust mehr zu arbeiten, aber auch nicht genug Geld, um mir einfach ein Auto zu kaufen und das Land zu entdecken. Ich war also nicht nur plötzlich ohne Begleitung, sondern auch ohne jeglichen Plan, was ich mit mir in Kanada anfangen sollte. Das einzige, das ich wusste war, dass ich noch nicht wieder nach Hause wollte. 😉

So blieb ich erst einmal für ein paar Tage in Montreal, sah mir die Sehenswürdigkeiten an, die ich noch nicht mit meiner Familie gesehen hatte und beschloss dann für ein paar Tage nach Ottawa zu fahren. Die Hauptstadt Kanadas liegt zwar noch in der englischsprachigen Provinz Ontario, aber auch direkt am Grenzfluss Ottawa zur Stadt Gatineau in der französischsprachigen Provinz Quebec. Ottawa ist eine schöne, kleine Stadt, die durch die alten Regierungsgebäude ein bisschen wie London wirkt.

imag1474
Das kanadische Parlamentsgebäude mit dem Glockenturm der klingt und aussieht wie Big Ben in London.

An meinem ersten und letzten Tag lief ich eigentlich nur durch die kleine Innenstadt, war etwas shoppen und genoss die Zeit alleine, um über meine weitere Zeit in Kanada nachdenken zu können. Um etwas mehr, als nur die relativ stille Innenstadt Ottawas kennenzulernen, lieh ich mir an meinem zweiten Tag ein Fahrrad im Hostel aus und fuhr den ganzen Tag durch ein Naturschutzgebiet in Gatineau.

 

Obwohl ich mich sehr einsam und verlassen fühlte, weil ich bisher in Kanada nie ganz auf mich allein gestellt war, genoss ich gleichzeitig die Ruhe und einfach zu machen, was ich wollte. Es ist ein bisschen komisch, dass ich mich genau dann wenn ich einsam bin, nicht aufraffe, um mit anderen Leuten was zu machen, aber wahrscheinlich, war das in dem Moment einfach genau das Richtige für mich und ich verbinde Ottawa eigentlich nur viel Gutes: Entspannung, gutes Wetter, Rad fahren und Natur. Aber überzeugt euch selbst von meinen Bildern.

 

Liebe Grüße

Anna

Urlaub vom Urlaub

Ihr fragt euch bestimmt, warum war ich eigentlich in Calgary war, obwohl es mich dort so gelangweilt hat.
Weil ich von dort aus einen Flug nach Montreal gebucht hatte, um ein weiteres großes Abenteuer erleben zu dürfen.

Nach meiner ersten Nacht in Montréal traf ich am nächsten Tag Frederike, die dort studiert. Ich kenne sie seit einem Schüleraustausch mit Paris in der neunten Klasse. Dort war sie die Austauschpartnerin meiner Freundin Anna und eine Freundin meiner Austauschpartnerin. Es war super cool von ihr zu erfahren, wie es ist im Ausland und zu studieren und zu sehen wie gut ihr Montréal und ihr neues Leben in Kanada gefällt. 🙂

Am Nachmittag fuhr ich dann seeeehr aufgeregt zum Flughafen um dort nach acht Monaten endlich meine Eltern und meinen Bruder wieder zu sehen!! <3 Bis zu diesem Moment, war mir nicht bewusst, wie sehr ich sie vermisst hatte. Die nächsten zwei Wochen entdeckten wir gemeinsam in einem gemieteten Wohnmobil die Ostküste Kanadas und auch teilweise der USA. Wir sahen super viele interessante und verschieden Orte und hatten einen wunderbaren Urlaub. Da Bilder immer so viel mehr sagen als Worte, gibt es hier einfach mal eine Auswahl unserer Urlaubsbilder an denen ihr die Etappen unserer Reise nachverfolgen könnt.

Ich hoffe diese etwas andere Art von einem Blogeintrag hat euch gefallen, ich freue mich auf eure Rückmeldung.

Liebe Grüße und bis bald!

Anna

Calgary…

Es ist einfach unglaublich, dass es schon ein Jahr her ist, dass ich nach Kanada geflogen bin. Ich weiß noch genau, wie ich mich damals gefühlt habe, obwohl ich dieser Mensch nicht mehr bin. Meine Freundin Anne, die ihr „freies“ Jahr in Spanien und Südamerika verbracht hat, hat das Gefühl, das ich jetzt habe perfekt in ihrem abschließenden Blogeintrag festgehalten, den ihr HIER lesen könnt. Der ganze Blog ist sowie sehr süß und lesenswert! 😉

 

Jetzt aber wieder zurück nach Calgary, Alberta, Kanada: Am zweiten Tag dort schliefen wir aus und besuchten eine andere Mall, in der wir dann Vivian wiedertrafen. Über sie lernte ich Katy in SilverStar kennen, denn sie arbeitete auch als Au Pair, aber nicht in Kelowna, sondern in Vernon, dem Ort der im Tal des Schigebiets liegt. Während ich in Whistler war, wechselte sie aber ihre Gastfamilie und lebte dann in Kelowna. Ihr neuer Gastvater arbeitete oft in Calgary und deshalb war sie auch für die Woche mit ihrer Gastfamilie dort, was natürlich super cool war, da wir dann so eine Art kleine „SilverStar Reunion“ hatten.IMG-20160510-WA0004_1 Am Abend waren wir der Mädels mit Katys Freundin feiern und Chris blieb in seinem Auto, um am nächsten Morgen fit zu sein und wieder nach Vancouver zurück fahren zu können. Es war schade, dass er schon wieder zurück fuhr, aber es wollte so schnell wie möglich sein Auto verkaufen, weil er dem alten Ding nicht mehr vertraute und in Deutschland jetzt mit seinem Master anfängt.

Wir Mädels hatten aber auch so viel Spaß. In den nächsten Tagen, haben wir eigentlich hauptsächlich nichts getan. Einmal wollten in ein Schwimmbad gehen, dass sich dann als nur für Gruppen geöffnet herausstellte und waren fast täglich essen, denn, wenn man in Calgary kein Auto hat, ist man wirklich aufgeschmissen. Obwohl das Hostel direkt in Downtown war, gibt es dort außer einer hübschen Straße mit Restaurants, Malls und vielen, vielen leblosen Bürogebäuden einfach nichts. Snapchat-6899893417804664865Die einzigen Attraktionen Calgarys sind das Zoo, in dem Katy und Vivian schon waren nichts, was man ohne Auto erreichen könnte. Wir saßen dort also quasi fest, außer wenn Katys Freundin nach ihrer Arbeit mit dem Auto vorbeikam

Vielleicht merkt man es schon, aber mir hat dieses Warten darauf, dass die Zeit vergeht echt die Stimmung vermiest und nur die Tatsache, dass ich Katy bei mir hatte, hat mich motiviert überhaupt etwas zu machen. Doch zwei Highlights gab es und zwar habe ich mir zum Einen ein Piercing und zwei Ohrlöcher stechen lassen, was ich richtig cool finde und auch schon gut verheilt ist.Snapchat-2454425740360695963

Und zum Anderen habe ich an meinem letzten Abend in Calgary Anna, die mit mir bereits in die Grundschule gegangen ist, und auch Work und Travel in Kanada gemacht hat wieder getroffen, was soo cool war, denn man trifft in Kanada ja nicht oft zufällig am gleichen Tag aufeinander. Wir haben unsere Erlebnisse ausgetauscht und beide festgestellt, wie gut uns das Reisen, das Leben im Ausland gefällt und getan hat. Durch ihre Erzählungen wurde ich auch circa drei Wochen später außerdem noch maßgeblich beeinflusst, davon aber bald mehr! ☺

 

Liebe Grüße eure Anna!